In diesem Herbst, gab es einen WGA Regionaltag in Arlesheim (CH) bei der Iscador AG & dem Verein für Krebsforschung mit einem medizinischen Schwerpunkt, wo die Herausforderung deutlich wurde, die heutigen anthroposophischen und homöopathischen Medikamente weiter zu erhalten und die noch größere Herausforderung neu Medikamente zu entwickeln. Die medizinische Sektion stellte dar, wie sie die Herausforderungen der Zukunft adressieren.
In Zeist (NL) stellten sich Projekte aus dem Bereich Landwirtschaft und Bildung vor; jeweils mit dem Fokus: Wie können wir als Bürgerinnen und Bürger stärker die Mitverantwortung für das, was in unserem Umfeld passiert, übernehmen?
In Italien, Bologna gelang es ca. 20 Unternehmerinnen und Unternehmern mit 10 jungen Menschen in Verbindung zu kommen, sodass ein offeren Austausch der gegenseitigen Wünsche und Erwartung möglich wurde:
Der Tag war in Gruppenarbeit und Plenumsphasen gegliedert. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde arbeiteten die Teilnehmenden in Gruppen von fünf bis sechs Personen, möglichst mit Menschen, die sich zuvor noch nicht kannten. Ausgangspunkt waren drei Fragen:
Was habe ich auf meinem beruflichen Weg gefunden? Wonach suche ich noch? Was erscheint schwierig oder unerreichbar, worauf möchte ich dennoch nicht verzichten?
Die Gruppen hielten ihre Gedanken schriftlich fest. In der anschließenden Zusammenführung ordneten die Organisatoren die Beiträge vier Bereichen zu, die viele Menschen im privaten wie beruflichen Alltag beschäftigen: Sinn und Werte, Beziehungen und Zusammenarbeit, Zeit und Prozesse sowie materielle und wirtschaftliche Grundlagen. Dabei wurde sichtbar, wie eng das Gefundene und das Gesuchte miteinander verbunden sind.
Auf dieser Grundlage entstanden Gesprächsräume zwischen Personen, die Ähnliches suchten und andere, die in diesem Bereich bereits Erfahrungen gemacht hatten. Die Gespräche fanden in einer Atmosphäre großer Offenheit und Gleichwertigkeit statt – unabhängig von Alter, Rolle oder beruflichem Hintergrund. Persönliche Erfahrungen wurden geteilt, Fragen gestellt und unterschiedliche Sichtweisen nebeneinander stehen gelassen, ohne in Debatten oder Kontroversen zu münden.
Ein besonderer Moment des Tages war der direkte Austausch zwischen Jung und Alt. In einem offenen Kreis stellten junge Teilnehmende den anwesenden Unternehmer:innen Fragen zu Vorurteilen gegenüber der jungen Generation, zum Umgang mit Fehlern und zu ethischen Spannungsfeldern im wirtschaftlichen Handeln. Die Antworten waren geprägt von persönlicher Erfahrung und dem Bemühen, wirtschaftliches Handeln zunehmend mit den eigenen Werten in Einklang zu bringen. Dieser Dialog machte deutlich, dass Generationennachfolge nicht nur eine organisatorische Aufgabe ist, sondern ein lebendiger Prozess des gegenseitigen Zuhörens und Lernens.
Im letzten Teil des Treffens wurde das Projekt „Idea Giovani“ vorgestellt. Berichtet wurde von einem bereits durchgeführten Treffen zwischen einer Unternehmerin und Achtklässlern einer Waldorfschule in Como. Die Begegnung ermöglichte den Jugendlichen einen unmittelbaren Einblick in unternehmerische Praxis, getragen von Engagement, Verantwortung und Lernbereitschaft. Aus diesem Projekt heraus entstand großes Interesse an weiterer Mitarbeit sowie die Idee, eine Sommerschule für Studierende und Nicht-Studierende zu entwickeln.
Das Treffen endete mit dem gemeinsamen Ausblick, innerhalb des kommenden Jahres weitere Begegnungen im Rahmen von „Idea Giovani“ zu organisieren und die Idee einer Sommerschule weiter zu prüfen. Ziel bleibt es, Räume zu schaffen, in denen Erfahrungen geteilt, Beziehungen aufgebaut und wirtschaftliches Handeln im Licht spiritueller Werte reflektiert werden kann.
Wir danken allen, für diese besonderen gegenseitigen Wahrnehmungsmomente und das Mitwirken, dass all das möglich wurde!